20. April 2026

foldly – warum ich noch einen PDF-Tool-Anbieter baue

foldly ist meine kleine Sammlung an PDF-Werkzeugen: kostenlos, ohne Werbung, ohne Login, mit lokaler Verarbeitung im Browser. Warum es das nochmal braucht und was technisch dahintersteckt.

Wer beruflich mit PDFs zu tun hat – und das tun sehr viele – kennt die Routine: PDFs zusammenführen, splitten, Seiten drehen, mal was komprimieren. Die typischen Online-Tools dafür sind erschreckend gleich aufgebaut: dreist viel Werbung, ein Cookie-Banner mit drei Layern, ein nerviges „Pro”-Upsell und – am unangenehmsten – Dateien, die irgendwo auf einem Server landen. Bei sensiblen Dokumenten ist das ein No-Go.

Genau deshalb gibt es foldly.

Was foldly ist

foldly ist eine schlanke Web-App mit den PDF-Werkzeugen, die ich selbst regelmäßig brauche. Aktuell als Phase-1-MVP unter foldly.eu erreichbar.

Drei Dinge sind mir wichtig:

  • Keine Werbung, keine Tracker. Punkt.
  • Lokale Verarbeitung, wo immer möglich. Merge, Split, Rotate und ähnliche Operationen passieren komplett im Browser. Die Datei verlässt deinen Rechner nie.
  • Server-Verarbeitung nur, wo es technisch nicht anders geht – z. B. OCR, Office-Konvertierung oder Bild-basierte Kompression. Hochgeladene Dateien werden nach maximal 15 Minuten automatisch gelöscht.

Wie das technisch funktioniert

Die clientseitigen Operationen laufen über pdf-lib und pdfjs-dist, beides etablierte JavaScript-Bibliotheken. Damit lassen sich PDFs im Browser lesen, neu zusammensetzen und schreiben – ohne Server, ohne Upload, ohne Tracking.

Das Frontend ist Next.js 16 mit dem App Router, React 19 und Tailwind 4. Der Hosting-Stack auf einem kleinen VPS ist absichtlich pragmatisch gewählt: Caddy als Reverse Proxy, Node für die Anwendung, dazu LibreOffice, Tesseract und Ghostscript für die geplanten Server-Tools.

Pageviews werden anonym gezählt – keine IP-Adressen, keine Cookies, keine externe Analytics-Anbindung. Reicht völlig, um zu wissen, ob jemand das Ding benutzt.

Warum ich das überhaupt baue

Ein paar Gründe, ehrlich gesagt:

  1. Selbstbedarf. Ich wollte ein Tool, dem ich beim Hochladen einer NDA-Datei vertraue.
  2. Sich Hände schmutzig machen. Ich verbringe meinen Arbeitstag mit Strategie, Architektur und Teamentwicklung. Nebenbei selbst zu coden hält die Brücke zur Technik intakt – das hilft mir, Schätzungen und Diskussionen besser zu verstehen.
  3. Ein guter Spielplatz für moderne Frontend-Themen. Next.js App Router, React Server Components, WASM, PDF-Pipelines – das alles im Beruf nur halb anzufassen reicht mir nicht.

Status und Roadmap

foldly ist im Phase-1-MVP. Die clientseitigen Werkzeuge funktionieren, die Server-Tools (Office-Konvertierung, OCR, Kompression) sind in Arbeit. Danach kommt vielleicht ein optionales Account-System, aber sicher kein Pflicht-Login.

Wenn du das Ding ausprobieren magst: foldly.eu. Feedback gerne über das Kontaktformular – besonders, wenn etwas hängt oder eine Datei nicht durchläuft.

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